Portfolio zur der Ausstellung
Jakob Roepke "Dreimal"

Ausstellungszeitraum 05.05.2017–05.06.2017

In dieser Ausstellung stellen wir den Berliner Künstler Jakob Roepke vor. Bekannt wurde er mit seinen kleinformatigen Bildtafeln, die in Sammlungen wie die des Deutschen Bundestages, Berlin, The Wadsworth Atheneum Museum of Art in Hartford Connecticut, USA, sowie im International Collage Center New York zu sehen sind. Die Soloausstellung DREIMAL zeigt die drei Arbeitsfelder, mit denen sich Roepke auseinandersetzt, in komprimierter Form. Vorgestellt werden teils aktuelle, teils ältere Werke.

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Die Werke
 

Zu den Bildtafeln
In seiner Serie kleinformatiger Bildtafeln erforscht und suggeriert Roepke Sinnzusammenhänge durch Zitate, Déjà-vus und Anspielungen. Dabei untersucht er vorhandene und mögliche ikonographische Vernetzungen mit anderen Bildkulturen aus Kunst, Alltag, innerer Vorstellung und Medien. Ihn interessiert die Bedeutungsvielfalt, die Wandelbarkeit und Vergänglichkeit von Bildbotschaften genauso wie die Konstanz von Symbolen und Archetypen. In der Beschäftigung mit bildhaften Erzählstrategien versteht Jakob Roepke das Narrative als ein kognitives Schema, welches die Erfahrungen der Alltagswelt des Betrachters miteinbezieht.

Die Tafeln zeigen wiederkehrende und variierende Motive und Themen. Die Protagonisten durchspielen psychische Realitäten und Einstellungen zur Wirklichkeit in ihrer jeweiligen Rolle als Kämpfer und Dulder, als Träger und Jongleure, als Betrachter, Leser, Ignoranten und Schläfer, als Beobachter und Visionäre. Neben den Figuren spielen andere Subjekte wie Tiere, Knoten, Konstrukte, Blasen, Ornamente und Innenarchitekturen eine Rolle.

 

Zu den Reliefs
Die Oberflächen der Reliefs spielen mit dem Licht, gleich ob von der Seite oder von oben, und zeigen helle, graue und ganz dunkle Flächen, gewinnen Volumen und Masse und viel mehr Raum, als das Relief in Wirklichkeit hergibt. Sie wirken tatsächlich wie ein auf Kammlinien und Grate beschränktes Gebirge, das man von oben betrachtet. Es kommt auf die Maßverhältnisse von Flächenabschnitten und die Teilungsverhältnisse von einzelnen Strecken an. Oberflächen, Linien, Flächen, Körper bilden einen über das einzelne Relief hinausweisenden Rhythmus aus, der so etwas wie ein Konzert ergibt, indem das einzelne Stück aufgehoben wird im Miteinander des Ganzen.(Auszug Dr. Jürgen Fitschen, 2008, für eine Ausstellung in der Galerie Koch, Hannover)

 

Zu den Cutouts
Die Cutouts von Jakob Roepke sind aus einem Stück geschnittene, handtellergroße abstrakte Scherenschnitte in organischen, vegetabilen und technoiden Formen. Manche der geschnittenen Formen sehen aus, als hätten sie Funktionen. Sie erinnern an Werkzeuge, Landkarten oder Gestelle. Andere wirken wie wild wuchernde Pflanzen, Krötenlaich oder Irrgärten. Wie bei seinen Bildtafeln und Reliefs, die ebenso mit Schere und Messer hergestellt sind, ist die Herausforderung für Roepke auch bei den kleinformatigen Scherenschnitten die Beschränkung der Mittel (hier: schwarzes Papier und eine feine Schere) und die Realisierung einer komplexen Form innerhalb des kleinen Formats.

 

Ausstellungsansichten