KIRK SORA

Der Maler ohne Pinsel

Amorphe Formen und Flächen in kräftigen, leuchtenden Farben sind das erste, was dem Besucher einer Ausstellung von Kirk Sora begegnet. Vor allem die Farben fallen auf durch ihre Intensität und die Stärke der Kontraste. Der eine oder andere wird sich fragen, ob sie gemalt sind. Schnell wird er bei näherem Hinsehen feststellen, dass es sich bei den quadratischen Bildern in verschiedenen Formaten um Fotografien handelt. Und wenn es Fotografien sind, dann müssen sie doch auch etwas abbilden. Bei der Betrachtung von Bildern im Allgemeinen und bei der von Fotografien noch verstärkt ist es üblich, etwas Vertrautes zu suchen, das abgebildete Objekt erkennen, entschlüsseln zu wollen. Doch was sehen wir auf den Bildern von Kirk Sora? Korallenriffe? Mikroskopaufnahmen von Zellstrukturen? Den Eindruck eines kurzsichtigen Kindes, das im Spieleparadies eines Möbelgeschäfts seine Brille verloren hat? Die Visualisierung einer Wahrnehmungsstörung oder Bewusstseinserweiterung, wie sie sich in mystischer Trance, während einer Nahtoderfahrung, bei hohem Fieber oder im Drogenrausch ereignen kann? All diese Assoziationen sind legitim, doch keine trifft den Kern. Denn letztlich sehen wir nur das eingangs Beschriebene: amorphe Formen und Flächen in kräftigen, leuchtenden Farben. weiter lesen hier
 

 

"Meine Fotos entstehen aus dem Zusammenspiel von Sonnenlicht, selbst angefertigten Objekten und meiner Intuition. 
Die Sonne sendet wichtige und stets neue, aber flüchtige Informationen, auf die ich reagiere und die in meine Arbeit einfließen. Das Ergebnis sind Bilder, die die tiefsten Ebenen des Menschen erreichen und dort wirken."