Tietze, Ochsenreither und Ismer


Drei Künstler der Galerie / Malerei

5. Oktober - 28. Oktober

Für Wolfgang Tietze stellen historische Schriften aus Mythologie eine inspirative Quelle ür seine Werke dar. Seine Bilder basieren häufig auf vorhandenen Bildgründen. Darauf au bauend schafft er Bildräume, die durch Schichtung zahlreiche Ebenen entstehen lassen. Klare Linien und Formen im Wechsel mit angedeuteten Konstrukten eröffnen dem Betrachter eine Welt, auf die er sich intuitiv einlassen kann und immer wieder Neues entdecken wird. Wolfgang Tietze wurde 1954 in Leipzig geboren. Von 1980 bis 1985 studierte er an der Hochschule ür Grafik und Buchkunst Leipzig (Direktstudium Malerei/Grafik). Er schloss sein Diplom bei Prof. Bernhard Heisig ab.

Katharina Ismer macht die Natur zum Hauptmotiv ihrer Arbeiten. Besonders Bäume prägen ihre farbintensiven und dynamischen Bilder. Sie strebt keine naturalistische Abbildung des Gesehenen im klassischen Sinne an, sondern sie schafft durch Abstraktion des Gegenständlichen neue Räume und Dimensionen. Ihre emotional aufgeladenen Werke stellen nicht das unmittelbar Sichtbare in den Fokus. K. Ismer wurde 1973 in Diepholz, Niedersachsen geboren. Sie lebt und arbeitet derzeit in Berlin. Von 1999 bis 2004 absolvierte sie das Studium der Malerei an der Universität der Künste in Berlin bei Prof. Marwan und Prof. Kürschner und war hier auch Meisterschülerin. Die junge Künstlerin studierte 2002 ebenfalls Malerei an der Glasgow School of Art in Großbritannien.

Die Bilder von Sven Ochsenreither stellen in erster Linie spielende Kinder in den Mittelpunkt. Er lässt diese in großflächigen, farblich und strukturell klar voneinander abgegrenzten Räumen agieren und verleiht seinen Bildern einen starren, nüchternen Charakter. Konturlose Gesichtszüge der Kinder verbergen zumeist deren Identität. Dennoch erhält der Betrachter Einblick in das Seelenleben der Kinder und wird emotional eingebunden. Ochsenreither wurde 1973 in Landau/ Pfalz geboren und studierte von 1994 bis 1999 Malerei auf Lehramt an der Ernst Moritz Arndt Universität in Greifswald, an der er seit 2010 ebenfalls Lehraufträge inne hat. Seit 2002 ist er freiberuflich als Maler tätig. Er erhielt 2004 den Kunstpreis Energie.

Die Werke der drei Künstler wissen durch ihre besondere Tiefe zu beeindrucken. Durch die Darstellung ihrer Szenerien im jeweils eigens künstlerisch interpretierten Raum, werden ihre Bilder auf eine andere Ebene gehoben, die über das Sichtbare hinaus eine ursprüngliche Auseinandersetzung mit dem Motiv zulässt.