Knut Wolfgang Maron / Vom Cosmos der Farbe


Vom Cosmos der Farbe
Ausstellungszeitraum 9. Juni – 6. Juli 2017
Vernissage am Freitag, 9. Juni 2017, 18 Uhr – 21 Uhr

The Cosmos of Colour
Exhibitionperiod 9 June to 6 July 2017
Opening Friday 9 June, 6 pm to 9 pm

Vom Cosmos der Farbe

Die aktuelle Ausstellung zeigt Werke, die die experimentelle Seite Marons aufdecken. Sie sind über einen Zeitraum von 25 Jahren entstanden und umreißen solch essenzielle Themenwelten wie Weltall und Äther (Weite des Himmels), die Sphären des Numinosen (Wirken des Göttlichen, Wunder des Seins) sowie Gespenster(erfahrung). Die Werke haben nichts mit der klassischen Fotografie gemein, es sind eher Malereien mit Licht, dekonstruierte Bilder, die mit elektronisch manipulierten und umprogrammierten Digitalkameras erzeugt wurden. Marons Bilder verkörpern eine Ästhetik, die einen Schönheitsbegriff anbietet, der über den gewöhnlichen hinausgeht. 


Zum Werdegang von Knut Wolfgang Maron

Knut Wolfgang Maron studierte an der Folkwangschule in Essen in der Klasse Prof. Dr. Otto Steinert und Prof. Erich vom Endt gemeinsam mit Gosbert Adler, Joachim Brohm und Andreas Gursky. Wesentliche Prozesse der Auseinandersetzung unter den Folkwangschülern spielten sich dabei im Farblabor der ersten, von Erich vom Endt an einer deutschen Hochschule konzipierten professionellen Farbfotoabteilung ab. Erste Farbarbeiten Marons von 1979 stellte Ute Eskildsen bereits 1981 im Museum Folkwang aus. 

Knut Maron erhielt neben zahlreichen Stipendien und Preisen 1993 den Leopold Godowsky Jr. Award für Farbfotografie des Photographic Recource Centers, Boston USA, für seine europäische Pionierarbeit für den außergewöhnlichen Umgang mit Farbe.

Knut Maron ist in zahlreichen Sammlungen solch renommierter Museen vertreten wie Museum Folkwang, Essen, Museum Ludwig, Köln, Staatsgalerie Stuttgart, Staatliches Museum Schwerin, Maison Européenne de la Photographie (MEP), Paris, Bibliothèque Nationale de France, Paris. 

Prof. Knut Wolfgang Maron ist seit 1992 in der Lehre tätig an der Hochschule Wismar tätig, wo er ab 1997 eine der interessantesten Fotoabteilungen an einer deutschen Hochschule aufgebaut hat. So ist der erste Hochschullehrer im Fachbereich Gestaltung der Hochschule Wismar, der für sein innovatives Konzept einer zukunftsorientierten Fotoabteilung vom deutschen Wissenschaftsrat großzügig unterstützt wurde. 

Seine Retrospektive im Staatlichen Museum Schwerin 2013 fand deutschlandweite Anerkennung und wurde in allen bedeutenden Zeitungen mit umfangreichen Berichten rezensiert. (Die TAZ widmete der Ausstellung drei Seiten, Die Zeit berichtete auf einer Doppelseite, die FAZ auf einer Seite und Le Monde Diplomatique widmete der Retrospektive und dem Schaffen Marons gar das ganze Blatt.) 

Dritte über die Arbeit des Künstlers

"Das Universum Knut Marons überrascht weder durch befremdende Formen noch durch neue Sujets. Seine tiefgreifende Andersartigkeit ist nicht mehr Ergebnis eines Abweichens von den bisher zulässigen Grenzen der Kunst. Sie resultiert vielmehr aus einer meditativen Rückkehr der Kunst zu sich selbst, aus einer Vertiefung ihrer zeitlosen Wahrheiten. Knut Maron schockiert uns nicht, er sieht die Dinge nur anders. Die Kunst partizipiert hier nicht mehr an dem Vorwärtsdrang moderner Zivilisation mit ihren technologischen Durchbrüchen und revolutionären Ambitionen. Und genau dadurch befreit sie sich von einer letzten Hörigkeit, nämlich derjenigen, sich der Entwicklung der uns umgebenden Gesellschaft anzudienen, ja sich ihr anzuhängen. Weil er die Grundgegebenheiten seines Mediums mit der Beherrschung eines neu geschaffenen Universums in Übereinstimmung bringt, hat er es nicht nötig, etwas zu vertuschen oder nachzuweisen. So kommt er zu der Farbenskala, die uns erstaunt und in eine andere Welt versetzt, wo unsere gewohnten Vorstellungen von Altem und Neuem, von Natürlichem und Künstlichem, von Realismus und Traum nicht mehr gelten, da sie durch eine souveräne Vision ersetzt worden sind." (Jean-Claude Lemagny, zeitgenössischer franz. Fotograf und Direktor der Französischen Nationalbibliothek in Paris, über Marons Landschaftsfotografie) 

The Cosmos of Colour

Knut Wolfgang Maron's current exhibiton displays works created over a 25 year period that refect his more experimental impulses. These works span such fundamental topical worlds as (outer) space and the ether (The Expanse of the Heavens), the spheres of the numinous (The Works of the Divine, The Miracle of Being) and ghosts (and ghostology). They have essentally nothing to do with classical photography, but instead can be considered as paintngs using light - deconstructed images that have been subjected to electronic manipulaton using reprogrammed digital cameras. Maron's photography embody an aesthetc which, while ofering a concept of beauty, is one that transcends the conventonal. 

Artst Biography

Knut Wolfgang Maron studied at the Folkwangschule in Essen under Prof. Dr. Oto Steinert and Prof. Erich vom Endt alongside Gosbert Adler, Joachim Brohm and Andreas Gursky. Key analytcal processes amongst the students in the colour laboratories at the Folkwangschule contributed to the creaton under Erich vom Endt of the Colour Photography Department – the frst profession department of its kind in a German University. Maron's frst works in colour from 1979 were exhibited by Ute Eskildsen in Folkwang Museum as early as 1981.

Prof. Knut Wolfgang Maron began teaching at the University of Wismar in 1992 and since 1997 has created there one of the most interestng photography departments of any German university. His innovatve concept for a forward thinking photography department has lead him to become the frst university professor in the Design Faculty of Wismar University to receive generous support from the German Council of Science and Humanites.

His retrospectve in the Staatlichen Museum Schwerin in 2013 received natonwide recogniton and was extensively reviewed in all of Germany's major broadsheet newspapers. (The Tageszeitung devoted three pages to the exhibiton, Die Zeit a double page spread and the Frankfurter Allgemeine Zeitung one page. Le Monde Diplomatque devoted an entre issue to the retrospectve and Maron's work.)